Das beste Girokonto 2010

Auch wenn der Name dieser Internetseite es vermuten lässt: Ein ultimativ bestes Girokonto für jeden Bedarf gibt es nicht. Denn jeder Kunde hat unterschiedliche Anforderungen, die es zu erfüllen gilt. Auf den Seiten von bestes-girokonto.net soll Ihnen gezeigt werden, wie sie das für Sie beste Girokonto für sich herausfinden.

Es gibt viele unterschiedliche Kriterien, welche Sie zunächst prüfen sollten, wenn Sie ein neues Konto eröffnen:

 

1. Ihr Einkommen / monatliche Einzahlungen

Stellen Sie sich zunächst die Frage ob, und in welcher Höhe Sie regelmäßiges Einkommen -etwa durch eine abhängige Beschäftigung- auf Ihr Girokonto einzahlen werden. Diese Überlegung ist deshalb esseziell, da viele Konten ihre Gebührenpolitik von diesem Kriterium abhängig machen. So gibt es beispielsweise Banken wie die comdirect oder die Commerzbank, welche ein kostenloses Girokonto nur unter der Bedingung anbieten, dass ein Mindestgehaltseingang von rund 1.200 Euro pro Monat aufweisen. Sofern diese Grenze nicht erreicht werden kann, kommen satte Kontoführungsgebühren von bis zu ca. 6 Euro monatlich auf Sie zu.

Andere Banken wie die DKB Berlin, ING DiBa oder Norisbank verzichten jedoch generell auf monatliche Gebühren. Doch dieses Kriterium ist nicht das einzige, worauf zu achten ist.

 

2. Filialbankunterstützung für Bargeldeinzahlungen

Gerade bei Direktbanken findet der Kunde viele Vorteile was die Gebührenpolitik angeht. Jedoch ist bei diesen häufig ein Nachteil anzutreffen, welcher für viele Kunden schnell zu einem Problem werden kann: Direktbanken verzichten nahezu immer auch ein eigenes Filialnetz. Dies bedeutet, dass ein Kunde, welcher Bargeldeinzahlungen durchführen möchte vor dem Rätsel steht, wie man dieses Geld auf dem eigenen Konto einzahlt.

Und tatsächlich haben es viele Direktbanken bisher nicht geschafft, dieses Problem zufriedenstellend zu lösen. Dann gibt es nur 2 Möglichkeiten, zwischen denen der Kunde wählen kann: entweder er geht zu einer Zentralbank und zahlt dort das Geld für eine relativ kleine Gebühr auf das Konto ein, oder er konsultiert hierfür eine Drittbank. Doch das kann auf Dauer sehr teuer werden: Während die Zentralbanken lediglich eine minimale "Aufwandsentschädigung" verlangen, kassieren Drittbanken richtig ab. Hier können Gebühren von bis zu 10 Euro erhoben werden. Dies schmerzt dem Geldbeutel, weshalb auch dieses Auswahlkriterium einer besonderen Bedeutung beigemessen werden sollte.

Doch nicht immer ist eine Filialbank die Alternative: Einige Direktbanken betreiben Kooperationen mit den klassischen Banken, die es dem Kunden ermöglichen trotzdem kostenlos Bargeld einzuzahlen. Als Beispiel ist hier wieder die Norisbank zu nennen. Trotz Direktbankstatus betreibt die Norisbank nicht nur eigene Filialen, sie kooperiert für Bargeld-Einzahlungen per Geldautomat mit der Deutschen Bank, was dem Kunden zugute kommt. Auch die comdirect ist hier besonders hervorzuheben: Als Direktbanksparte der Commerzbank können ihre Kunden ebenfalls an den Commerzbankschalter gehen und sich dort persönlich in Kontoführungsfragen bedienen und beraten lassen.

 

3. Verfügbarkeit von Bargeldautomaten

Ein weiterer praktischer Aspekt ist die Geldautomaten-Abdeckung um kostenlos Bargeld vom Konto abzuheben. Auch hier gibt es große Unterschiede je nach Institut. Während es Banken wie die DKB Berlin oder die comdirect durch zusätzliche Kreditkarten gewährlisten, dass die Versorgung mit Geld weltweit kostenlos von Statten gehen kann, bieten andere Institute wie die ING DiBa kaum Möglichkeiten hierzu an. Dann ist der Kunde häufig darauf angewiesen, dass sich einer der wenigen Geldautomaten in ihrem Umfeld befindet oder dass Maestro/EC-Karten an der Zahlungsstelle akzeptiert werden.

 

4. Kreditrahmen, Dispo- und Guthabenzinsen

Bei der Frage "Soll ein Girokonto überziehbar sein?" scheiden sich die Geister. Hier möchte der eine Kunde am liebsten gar kein Dispo haben, beispielsweise wenn das Konto für Minderjährige oder andere Schutzbefohlene eingerichtet wird. Andere wiederum sind froh möglichst von Anfang an einen kleinen Dispositionsrahmen zu haben, denn schließlich kommt es gelegentlich mal vor, dass das Geld auf dem Girokonto knapp wird und eine Überziehung unumgänglich ist.

In dieser Frage bieten einige Banken einen Startkreditrahmen an, häufig in Verbindung mit einer vollwertigen VISA-Kreditkarte. Andere gestatten eine Überziehung anfangs nicht, sondern nur auf Antrag. Doch generell lassen sich hier Überziehungsrahmen immer direkt mit dem Institut aushandeln. Auch bei Banken, welche direkt einen Dispo einräumen kann dies auf Antrag wieder unterbunden werden.

Zwar handelt es sich bei Girokonten eher um eine Seltenheit, doch sind durchaus Konten zu finden, welche Zinsen auf Guthaben gewähren. Oftmals sind diese eher im null-komma-Bereich, doch in Kombination mit einem direkt angeschlossenen Tagesgeldkontos (comdirect) oder einer auf Guthabenbasis führbaren Kreditkarte (DKB Berlin) kann der Zins auf rund 2% ansteigen. Auch die Netbank hat einen interessanten Ansatz: Neben einem minimalen Basiszins können Sie Top Zinsen direkt auf Ihrem Konto erreichen, wenn Sie das Girokonto als Gehaltskonto einsetzen. Dann sogar schon ab 1 cent Gehaltseingang pro Monat.

 

5. Kreditkarten und Zusatzleistungen

Auch bei Kreditkarten sollten Sie genauer hinschauen. Denn sofern beim Girokonto eine Kreditkarte angeboten wird ist damit noch lange nicht gesagt, dass es sich hierbei um eine vollwertige Karte handelt. Banken wie die comdirect und die DiBa beispielsweise geben sogenannte "Daily Charge" Karten aus, die ohne gesondertem Kreditkartenkonto auskommen, da die Belastung ähnlich wie bei der Maestro/EC-Karte direkt dem Girokonto abgezogen wird. Diesr Umstand ist nicht für jeden Kunden von Vorteil. Doch es gibt auch vollwertige Karten wie bei der DKB. Diese sammeln alle Transaktionen und belasten dann das angeschlossene Girokonto einmal monatlich.

Zu guter letzt können manchmal Kunden von Aktionen oder Cashback-Systemen profitieren, welche von dem Institut entweder selbst betrieben werden, oder an denen sie angeschlossen sind. Die DKB arbeitet z.B. mit Miles&more zusammen, und die DiBa prämiert Kreditkartenausgaben ab einem bestimmten Betrag mit einem Bargeld-Sofortbonus.